Die Kirche von außen

Die Kirche von außen

Die Ostseite mit Hauptportal
Eine breite Treppe mit 8 bis 15 Stufen, je nachdem an welcher Stelle des leicht von Süd nach Nord geneigten Platzes sie betreten wird, führt hinauf zum Hauptportal. Vier helle Granitsäulen rahmen die drei hohen und schmalen Eingangstore. Über dem Kapitel der Säulen, die frei vor dem roten Backsteinbau stehen, ist je ein vergoldetes Symbol aufgestellt. Jeweils auf einer Kuppel stehen (von links nach rechts):
- das Christusmonogramm: die griechischen Buchstaben X "chi" und P "rho",
- ein Weinstock mit zwei Reben (Johannes-Evangelium, Kapitel 15),
- die erhöhte "eherne" Schlange aus dem vierten Buch Mose (Kapitel 21 Vers 8),
- ein Kreuz mit A "alpha" und Ω "omega", dem ersten und dem letzten Buchstaben im griechischen Alphabet (Offenbarung, Kapitel 1, Vers 8).
Jede der drei Türen hat einen Sturz aus Granit, der mit frühchristlichen Symbolen verziert ist (von links nach rechts):
- die Arche Noah zwischen zwei Kreuzen (1. Mose Kapitel 6),
- ein Schaf zwischen zwei Rosetten (z. B. Apostelgeschichte Kapitel 5 Vers 32),
- ein Fisch zwischen A "alpha" und Ω "omega".

Die Südseite
Auffällig ist hier das Reiterstandbild des Schwedenkönigs Gustav Adolf, den Namenspatron der Kirche, dessen Zelt im Sommer 1632 hier gestanden haben soll. Es wurde nach einem Entwurf des Nürnberger Professors Konrad Roth von den Bildhauern Winter und Netter aus einem ca. 15 Tonnen schweren Muschelkalkblock gehauen. Zwischen den Konsolen, auf denen das Standbild zu stehen scheint, finden sich auf einer Tafel die Worte „Das Wort sie sollen lassen stahn“. So beginnt die vierte Strophe des 1529 von Dr. Martin Luther gedichteten Liedes "Ein feste Burg ist unser Gott".
Rechts über der ersten von fünf Nebeneingangstüren befindet sich das erste von vier Backsteinmotiven: ein Halbmond mit einem Stern. Auch die Gitter über den Nebeneingangstüren sind mit Symbolen verziert, hier das Kreuz mit den Buchstaben A und Ω.
Für den südwestlichen Nebeneingang hat sich wohl wegen des Reliefs aus Muschelkalk über der Tür der Name „Guter Hirte“ eingebürgert. Das Motiv erinnert an den 23. Psalm und das Jesus-Wort „Ich bin der gute Hirte“ aus dem Johannes-Evangelium (Kapitel 10). Das Gitter im Türbogen nennt das Jahr der Einweihung: 1930.

Die Türme
Die Türme streben mit acht Metern Seitenlänge fünfzig Meter in die Höhe. Die grün oxidierten Kupferdächer sind gekrönt von Windfahnen und verzierten Kreuzen. Als weithin sichtbares Zeichen prägen sie den Blick vor allem aus den Wohnungen in den oberen Geschossen der gesamten Südstadt.

Westseite
Von dem kleinen Innenhof zwischen Kirche und Pfarrhaus führt eine Treppe in den Südturm. Am Fuß der Treppe erinnern weiße Flächen an der Wand und am Boden an die Bombenangriffe während des Zweiten Weltkrieges. Sie sind die Überbleibsel der halbrunden Luftschutzverbauung für das kleine Kellerfenster. Die Fenster über den Stufen gehören zu einem der beiden Sakristeiräume, der sogenannten „Brauthalle“.
Im Gitter über der dritten Nebeneingangstür befindet sich ein weiteres Mal das Christusmonogramm. Rechts über der Türe das zweite Backsteinmotiv: ein fünfzackiger Stern, auch Pentagramm oder Drudenfuß genannt.
Unter dem Muschelkalkrelief mit dem Bild der Kundschafter aus den Landnahmegeschichten (4. Mose Kapitel 13) führt ein Torweg unter der Orgel hindurch.
Auf der anderen Seite des Torwegs ist der Zugang zum Nordturm. Das Gitter der vierten Nebeneingangstür zeigt ein weiteres Mal das Kreuz mit den Buchstaben A und Ω. Links darüber ist das dritte Backsteinmotiv angebracht: eine Sonne.

Die Nordseite
Über dem fünften Nebeneingangstür im Nordwesten findet sich das vierte Backsteinmotiv: ein achtstrahliger Stern mit einem Schweif, der „Stern von Bethlehem“. Das Gitter der Türe zeigt das „Ankerkreuz“, das alte Zeichen für die Hoffnung, die in Jesus Christus begründet ist.